Schwache DAX-Woche mit versöhnlichem Ausgang

Das Trendverhalten des Aktienmarktes stockte in der vergangenen Woche. Mit einem ersten kritischen Blick auf die Analyse aus der Vorwoche „Ein Schritt höher zum Allzeithoch“ muss resümiert werden, dass dies nicht mehr so reibungslos wie in den Vorwochen ablief. Mit einem Minus von 0,26 Prozent verlor der DAX zwar nicht merklich, aber konnte sich auch nicht näher an das Allzeithoch heran bewegen. Was dabei genau in der Vorwoche geschah und welche weitere Entwicklung ich favorisiere, erfahren Sie in dieser Chartanalyse.

Die Bären schlugen zu

Gleich zum Wochenbeginn setzten die Marktteilnehmer auf fallende Kurse. Damit entfernte sich der DAX wieder vom Zwischenhoch bei 12.100 Punkten aus dem Märzbeginn und näherte sich gleich am Montag der Unterstützungszone oberhalb von 12.000 Punkten an. Dort verliefen, wie in der Vorwochenanalyse gezeigt, eine Unterstützung und ein Aufwärtstrend. Als recht präsenten Bereich im Chartbild hatten diesen somit auch andere Marktteilnehmer im Blick. Ich zeigte ihn als hellroten Bereich in der Vorwochenanalyse (Rückblick):

Ein Grund für den Wechsel ins Bärenlager?

Ganz so einfach ist Börse leider nicht. Nach einer schwachen Eröffnung stabilisierte sich der DAX wieder an den Kursspitzen der letzten Februartage und vollzog ein „Pullback an ehemaliger Unterstützung“. Die Marke um 11.930 beschäftigte uns also erneut, diesmal von der anderen Richtung (kopiert aus diesem Beitrag ->):

Für mich war dies die Entscheidungsmarke für den weiteren Verlauf, nicht nur wegen der Dominanz Mitte März bereits, sondern auch wegen dem noch offenen GAP zum Vortag auf XETRA. Der Einstieg am Donnerstag in diesem Bereich bei nextmarkets war somit im Nachgang nicht unüberlegt und gewinnbringend:

Zum Tagesende wurden die 12.000 erneut zurückerobert und das größte Wochenplus mit mehr als einem Prozent vermerkt. Gehalten werden konnte die 12.000 dann auch am Freitag und somit das zwischenzeitliche Wochenminus und die kurzfristige Panik quasi egalisiert werden. Was blieb, war das eingangs beschriebene Minus von 0,26 Prozent – ein sehr versöhnlicher Wochenausgang im Vergleich zum Dow Jones, der 1,52 Prozent im Wochenverlauf abgeben musste.

 

Entwicklung gibt Hoffnung für neue Woche

 

Auch wenn der US-Präsident Trump mit seiner geplanten Gesundheitsreform im ersten Zug seine Ideen nicht umsetzen konnte, stehen die Zeichen bei der Steuerreform, welche für die Wirtschaft weitaus wichtiger scheint, noch auf gelb. Rot sehen würde ich daher erst einmal nicht, doch zurück zur Charttechnik.

Hier ist der Trend weiterhin nicht gebrochen, wenn auch ins Stocken geraten. Anstehende weitere Dividenden stützen den Markt und wecken das Interesse der Anleger, welche ansonsten wohl im Niedrigzinsumfeld wenig attraktive Chancen erblicken dürften.

Im großen Chartbild seit 2015 ist somit auch ganz klar die Aufwärtstendenz sichtbar. Ich habe dabei das Allzeithoch und den aktuellen Impuls eingezeichnet:

 

 

Wie die Woche startet und verläuft, hängt natürlich auch wieder von den Terminen ab. Diese sind HIER mit ausführlicher Analyse aufgezeigt.

 

Herzlichen Dank für Ihr Interesse und einen erfolgreichen Wochenstart,

Ihr Andreas Mueller (Bernecker1977)

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